Ex-Karstadt in Harburg: SuedKultur zieht sich zurück

Das ehemalige Karstadt-Gebäude in der Harburger Innenstadt sollte nach dem Ankauf durch die Stadt Hamburg eigentlich ein Ort für kreative Impulse werden. Während sich mit dem Planet Harburg – einer Außenstelle des Harburger Museums – und dem Metropolis-Kino bereits zwei Projekte etabliert haben, gibt es nun erneut Rückschläge.

SuedKultur beendet seine Beteiligung

Das Netzwerk SuedKultur, ein Zusammenschluss von Kulturschaffenden im Bezirk, hat seinen Ausstieg aus dem Verfahren zur Zwischennutzung erklärt. Vorausgegangen waren über 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden, zahlreiche Gespräche sowie die Erarbeitung von mehr als 20 Vorschlägen, wie das Gebäude kulturell genutzt werden könnte.

Die Kulturschaffenden berichten, dass es in den letzten zwölf Monaten keine ausreichende Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen gegeben habe. Zwar wurden Flächen an den Einzelhandel vergeben, die Ideen von SuedKultur fanden jedoch keine Umsetzung.

Gründe für die Entscheidung

Nach Angaben des Netzwerks fehlte es an klaren Zuständigkeiten, verbindlichen Absprachen und an einer finanziellen Grundlage für die umfangreichen konzeptionellen Arbeiten. Auch der Versuch, die erfahrene Hamburg Kreativ Gesellschaft einzubinden, verlief im Sande. Mit der Zeit verloren einige der ursprünglich interessierten Partner das Interesse oder fanden andere Standorte für ihre Projekte.

Folgen für Harburg

Mit dem Rückzug von SuedKultur verliert das Vorhaben, das Karstadt-Gebäude kulturell zu beleben, eine wichtige koordinierende Instanz. Einzelne Kulturschaffende können sich zwar weiterhin direkt um Flächen bewerben, doch eine gemeinsame Plattform für soziokulturelle Nutzung gibt es nun nicht mehr.

Fazit

Die Entwicklung rund um das Ex-Karstadt zeigt, wie schwierig die Umsetzung von kulturellen Zwischennutzungen in großen Immobilien sein kann, wenn Rollen, Zuständigkeiten und Finanzierung nicht von Anfang an klar geregelt sind. Für Harburg bedeutet der Rückzug von SuedKultur, dass sich die kulturelle Vielfalt nun eher in einzelnen Projekten statt in einem gebündelten Konzept entfalten wird.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Redakteur und Inhaber von hamburgharburg.de. Mit viel Leidenschaft berichtet er über das Leben, aktuelle Themen und spannende Entwicklungen im Hamburger Süden. Sein Ziel ist es, Harburg authentisch und informativ erlebbar zu machen.

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