Neuland 23: HOCHBAHN plant neuen Busbetriebshof ab 2028

Die Hamburger HOCHBAHN treibt die Mobilitätswende weiter voran und setzt dabei auch im Süden der Stadt neue Akzente. Ab spätestens 2028 soll auf dem Gelände des Bebauungsplans Neuland 23 ein moderner Busbetriebshof entstehen. Damit wird der Standort an der Wilstorfer Straße langfristig abgelöst – dort könnte in Zukunft neuer Wohnraum entstehen.

Ein moderner Standort für die Zukunft

Neuland 23 ist eines der großen Entwicklungsgebiete in Harburg. Das Areal wird derzeit zu einem Industrie- und Logistikstandort mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit ausgebaut. Als sogenanntes Klima-Modellquartier stehen hier ökologische Standards wie eine umweltfreundliche Energieversorgung, moderne Entwässerungssysteme und nachhaltige Bauweisen im Mittelpunkt.

Der geplante Busbetriebshof passt perfekt in dieses Konzept: Er soll nicht nur den wachsenden Fuhrpark der HOCHBAHN aufnehmen, sondern auch die Umstellung auf emissionsfreie Antriebe unterstützen. Bis 2030 will die HOCHBAHN ihre gesamte Busflotte auf umweltfreundliche Fahrzeuge umstellen – dafür werden neue, geeignete Standorte benötigt.

Warum ein neuer Standort notwendig ist

Die bisherigen Betriebshöfe in Harburg stoßen längst an ihre Grenzen. Zudem sind einige Flächen nicht für die Umstellung auf Elektrobusse geeignet oder können aus städtebaulichen Gründen nicht dauerhaft genutzt werden. Mit dem neuen Gelände in Neuland schafft die HOCHBAHN die dringend benötigten Kapazitäten, um Angebot und Qualität im Rahmen des „Hamburg-Takts“ auszubauen.

Vorarbeiten und Umweltaspekte

Schon in den vergangenen Jahren wurde das Areal auf die künftige Nutzung vorbereitet. Unter anderem wurde der Baugrund verbessert, indem tragfähiger Sand anstelle von Torfschichten eingebracht wurde. Auch beim Lärmschutz spielen die Planungen eine wichtige Rolle: Vorgaben aus dem Bebauungsplan sorgen dafür, dass Anwohnerinnen und Anwohner entlastet werden.

Stadtentwicklung in Harburg

Der Umzug des Betriebshofs hat nicht nur verkehrliche Vorteile, sondern eröffnet auch neue Perspektiven für die Stadtentwicklung. Das Gelände an der Wilstorfer Straße, das nach dem Umzug frei wird, könnte künftig für den Wohnungsbau genutzt werden. So entsteht zusätzlicher Raum für dringend benötigten Wohnraum in Harburg.

Ausblick

Noch ist es einige Jahre hin, bis die ersten Busse in Neuland abgestellt werden. Klar ist aber schon jetzt: Der neue Betriebshof wird ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende im Hamburger Süden. Gleichzeitig trägt das Projekt zur nachhaltigen Entwicklung des Stadtteils bei und schafft Perspektiven für Verkehr, Klima und Wohnen gleichermaßen.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Redakteur und Inhaber von hamburgharburg.de. Mit viel Leidenschaft berichtet er über das Leben, aktuelle Themen und spannende Entwicklungen im Hamburger Süden. Sein Ziel ist es, Harburg authentisch und informativ erlebbar zu machen.

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