MidSommerland erst 2028: 5 Jahre Schließung für Harburg

MidSommerland erst 2028: 5 Jahre Schließung für Harburg

Gestern / Andreas Kirchner

MidSommerland erst 2028: 5 Jahre Schließung für Harburg

Wer in Hamburg südlich der Elbe wohnt, kennt das Problem: Seit Jahren fehlt ein zentrales Schwimmbad für die ganze Familie. Das MidSommerland im Harburger Stadtpark, einst das Herzstück der Badelandschaft im Hamburger Süden, bleibt deutlich länger geschlossen als ursprünglich geplant. Statt Ende 2027 öffnet das von Bäderland Hamburg betriebene Erlebnisbad erst im dritten Quartal 2028 wieder seine Türen.

Aktuelle Informationen

Kategorie

Details

Status

Geschlossen seit 2023

Wiedereröffnung

Voraussichtlich Q3 2028

Lage

Harburger Stadtpark

Betreiber

Bäderland Hamburg GmbH

Weitere Verzögerung sorgt für Frust

Die Nachricht dürfte bei vielen Harburgern für Unmut sorgen: Das beliebte Spaßbad bleibt weitere neun bis zwölf Monate länger zu als angekündigt. Was ursprünglich als Renovierungs- und Erweiterungsmaßnahme geplant war, entwickelt sich zu einer fünfjährigen Geduldsprobe für alle Schwimm- und Badbegeisterten im Hamburger Süden.

Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver hatte bereits im Sommer 2025 nach dem Stand der Arbeiten gefragt. Damals lautete die Antwort noch: Ende 2027 soll alles fertig sein. Eine aktuelle Nachfrage förderte nun die ernüchternde Wahrheit zutage – die Fertigstellung verzögert sich erheblich.

Gründe für die Bauverzögerung

Der Senat nennt mehrere Faktoren für die Verzögerung: Zum einen fehlten wichtige Baugenehmigungen, zum anderen habe der winterliche Kälteeinbruch Anfang des Jahres die Bauarbeiten für knapp sieben Wochen lahmgelegt. Diese Begründung stößt bei der Opposition auf Kritik – schließlich sei ein Winter in Hamburg durchaus vorhersehbar gewesen.

Die Baukosten sollen sich weiterhin auf 52,4 Millionen Euro belaufen. Ob diese Summe nach den bereits eingetretenen Verzögerungen realistisch bleibt, erscheint fraglich.

Was bedeutet das für Harburger Familien?

Die lange Schließzeit hat konkrete Auswirkungen auf den Alltag vieler Menschen im Hamburger Süden. Familien, die früher spontan ins MidSommerland gehen konnten, müssen nun weitere Wege in Kauf nehmen. Das bedeutet nicht nur höhere Fahrtkosten, sondern macht auch spontane Schwimmbadbesuche deutlich schwieriger.

Besonders betroffen sind auch Schulen und Vereine aus der Region, die das Bad regelmäßig für Schwimmunterricht und Training genutzt haben. Sie müssen auf andere Einrichtungen ausweichen, was oft mit längeren Anfahrtszeiten und höheren Kosten verbunden ist.

Immerhin ein kleiner Lichtblick

Nicht alles ist negativ: Die geplante Trainingshalle soll weiterhin Ende 2027 öffnen. Das würde zumindest für Schwimmvereine und Schulklassen eine Erleichterung bedeuten. Außerdem stellt Bäderland Hamburg Baustellenbesichtigungen in Aussicht, sobald der Projektfortschritt dies zulässt.

Alternativen für Schwimmbegeisterte

Bis zur Wiedereröffnung müssen Harburger auf andere Bäder ausweichen. In Hamburg gibt es verschiedene Hallenbäder und Freizeitbäder, allerdings sind diese vom Harburger Stadtpark aus deutlich schlechter zu erreichen. Die nächstgelegenen Alternativen liegen nördlich der Elbe oder in den angrenzenden niedersächsischen Gemeinden.

Kritik an der Bauplanung

Die Opposition kritisiert die Planungsqualität des Senats scharf. Eine Verzögerung um weitere neun bis zwölf Monate nach einer bereits mehrjährigen Bauzeit werfe Fragen zur Projektsteuerung auf. Besonders die Begründung mit dem Winter sorgt für Kopfschütteln – schließlich gehören kalte Monate in Hamburg zur Normalität.

Fazit: Geduldsprobe für den Hamburger Süden

Die erneute Verzögerung beim MidSommerland ist ein herber Rückschlag für alle, die auf die Wiedereröffnung des beliebten Erlebnisbads gehofft hatten. Fünf Jahre Schließzeit sind eine lange Zeit, besonders für Familien mit Kindern, die das Bad regelmäßig besucht haben.

Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus den bisherigen Problemen lernen und keine weiteren Verzögerungen mehr auftreten. Bis dahin heißt es für Harburger: weiter Geduld haben und auf Alternativen ausweichen.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Redakteur und Inhaber von hamburgharburg.de. Mit viel Leidenschaft berichtet er über das Leben, aktuelle Themen und spannende Entwicklungen im Hamburger Süden. Sein Ziel ist es, Harburg authentisch und informativ erlebbar zu machen.

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